Ernst Arfken wuchs
auf in einem Pfarrhaushalt in Hittfeld am Rande der Lüneburger
Heide auf. Die Kriegsgeschehen zwangen ihn ab 1943 in den Arbeitsdienst,
Wehrdienst und schließlich in russische Kriegsgefangenschaft. Im Herbst
1945 konnte er ein Studium der Theologie, Philosophie und der Musikwissenschaften
beginnen. Von 1953 bis 1955 besuchte er das Predigerseminar in
Hildesheim. 1953 trat er in den Pastorendienst, und zwar zunächst in Hildesheim,
bevor er 1956 nach Spiekeroog wechselte. Von 1965 bis 1987 war er schließlich
Pastor an der Jakobikirche in Göttingen. Danach konnte Arfken, der 1966
bereits über Bachs Orgelbüchlein promoviert hatte, sich wieder stärker
der Musik zuwenden. So war er von 1987 bis 1997 Organist an der Corvinuskirche
in Göttingen. Darüber hinaus war er von 1990 bis 1999 Mitglied
im Stadtrat von Göttingen. Seit 2002 lebt Arfken, der verheiratet und Vater
von vier Kindern ist sowie vier Enkel hat, in Hohnstedt.
Da es bei zeitgenössischen Werken möglich ist, Informationen zur Komposition
aus erster Hand zu beziehen, soll nachfolgend der Komponist selbst zu Wort kommen.
Er charakterisiert seine Musik folgendermaßen:
"Klanglich versucht meine Musik, vom üblichen Dreiklang weiter in den
Bereich des Vierklangs vorzudringen, auf Dur und Moll sich nicht mehr zu beschränken
und rhythmisch den Synkopen mehr Raum zu geben. Aufreizende Klänge und schrille
Töne wird man in meiner Musik selten finden. Mit einer Botschaft des Friedens
und der Versöhnung suche ich die Herzen meiner Hörerinnen und Hörer
zu gewinnen. Das gilt auch für die 2. Sinfonie. Sie ist
ursprünglich
für Barockorchester geschrieben. Der erste Satz entspricht einer französischen
Ouvertüre. Auf einen ruhigen Mittelsatz folgt ein einem Scherzo ähnliches,
aber im 2/2-Takt gehaltenes Trio. Im Finale wird eine im Tremolo gehaltene Fughette
von einem Tutti umkreist. Die Sinfonie ist sowohl für die Kirche wie für
den Konzertsaal bestimmt. "