Stefan Ottersbach, geboren 1966 in Köln, studierte in Köln, Bern, Düsseldorf, München und Stuttgart Violine, Kammermusik und Dirigieren. Zum Abschluss seines Studiums erlangte er das Meisterklassendiplom der Hochschule für Musik in München. Seine berufliche Laufbahn begann er als Stimmführer der 2. Violinen im Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm. Daneben war er über viele Jahre hinweg Primarius des Pegasos-Quartetts Stuttgart und musikalischer Leiter der Südwestdeutschen Sinfonietta Stuttgart. Nach einem Engagement am Heidenheimer Freilicht theater war Stefan Ottersbach von 1999 bis 2004 1. Kapellmeister am Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen, wo er etwa die Deutschen Erstaufführungen von Aaron Coplands "The Tenderland" (2001) und von Robert X. Rodriguez' "Frida" (2002) dirigierte sowie im April 2004 die Uraufführung der Oper "Paul und Paula" von Ludger Vollmer. Im August 2003 übernahm er die Leitung des Orchesters Göttinger Musikfreunde. Seit Mai 2005 ist er Universitätsmusikdirektor der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ab April 2006 übernimmt er einen Lehrauftrag für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Das Orchester Göttinger Musikfreunde wurde 1982 gegründet. Seine Mitglieder sind Musikliebhaber aller Altersstufen und Berufsgruppen. Dank der hervorragenden und kontinuierlichen Arbeit seines langjährigen Dirigenten Christian Hammer hat es sich im Laufe der Jahre zu einem stattlichen Klangkörper mit über 60 Mitgliedern entwickelt. Im August 2003 übernahm Stefan Ottersbach die Leitung des Orchesters. Jährlich werden meist drei Konzertprogramme erarbeitet. Das Repertoire reicht dabei von der Barockzeit bis hin zur Spätromantik; gelegentlich stehen auch zeitgenössische Werke auf dem Programm, manchmal sogar als Uraufführung. Durch viele Konzertreisen ins Ausland (bisher nach Polen, Ungarn, Italien, England und Frankreich) werden bewusst internationale Kontakte gepflegt, wobei die Zusammenarbeit mit Chören hier oft von besonderer Bedeutung ist. Die letzte Reise führte das Orchester im Oktober an die Loire, wo es u.a. in der Kathedrale von Angers auftrat. Auf dem Programm standen mehrere Werke von Beethoven, nämlich seine 2. Sinfonie, zwei Romanzen für Violine und eine Konzertarie für Sopran und Orchester, sowie Schuberts Unvollendete.

Das OGM ist Mitglied des Bundes Deutscher Liebhaber-Orchester (BDLO). Es erhält für seine ständige Arbeit keinerlei regelmäßigen Zuschüsse, sondern finanziert sich ausschließlich durch Spenden.