Das Orchester Göttinger Musikfreunde (OGM) wurde 1982 gegründet und hat sich zu einem vollständigen Sinfonieorchester mit ca. 70 Mitgliedern in allen Streich- und Blasinstrumenten entwickelt. Die Orchestermitglieder setzen sich neben einigen professionellen Musikern aus hervorragend ausgebildeten Laienmusikern zusammen.
Das Orchester gibt regelmäßig Konzerte in Göttingen und Südniedersachsen; dabei werden jährlich in der Regel drei Konzertprogramme erarbeitet. Die bekannten Sinfonien von Beethoven, Mozart, Schubert und Schumann gehören ebenso zum Repertoire des Ensembles wie Werke der Spätromantik. Auch Raritäten der Musikgeschichte wie z.B. die Ouvertüren von Louise Farrenc oder das Kontrabasskonzert op. 3 von Serge Koussevitzky finden Platz in den Konzertprogrammen. Gelegentlich stehen auch Werke zeitgenössischer Komponisten auf dem Programm. Die künstlerische Leitung liegt grundsätzlich in den Händen eines professionellen Dirigenten. Seit 2006 leitet Johannes Moesus, ein anerkannter Experte für die Sinfonik des 18. und 19. Jahrhunderts, das Orchester.
Das OGM ist regelmäßiger Gast auf Schloss Bevern im Rahmen der Konzertreihe „Klassik Open Air im Schlosshof“. Viele Konzertreisen führen das Orchester immer wieder ins europäische Ausland, und so war es schon in Polen, Ungarn, Italien, Frankreich, England und Österreich zu Gast. Bei Auslandsreisen werden oft Konzerte mit einheimischen Chören durchgeführt, um die internationalen Kontakte zu vertiefen. Beispielsweise folgte der Aufführung des Mozart-Requiems mit dem renommierten Bach Choir aus Oxford eine Reihe weiterer gemeinsamer Konzerte in Oxford und Göttingen. Das Deutsche Requiem von Johannes Brahms wurde auf Reisen mehrfach aufgeführt: in Oxford mit dem Bach Choir, in Mailand mit den Civici Cori di Milano und in Wien mit dem Chor "Vox Humana" und Solisten der Wiener Staatsoper.
Ein besonderes Anliegen des Orchesters liegt in der Förderung junger Nachwuchsmusiker, die Gelegenheit erhalten, mit einem großen Sinfonieorchester Solokonzerte zu erarbeiten.
Das OGM erhält für seine Arbeit keinerlei Zuschüsse, sondern finanziert sich ausschließlich durch Spenden.